Hamburger auf mediterrane Art
11
Dezember
2009
Alles, was es zu dem zu sagen gibt, das wir gemeinhin unter einem Hamburger verstehen und wie man ihn am besten zubereitet, weiß die Molekularküche; schöne Bilder von lustigen Turmbauten mit 5 verschiedenen Saucen, nach deren Verzehr man sicher erst mal duschen muss, gibt’s in der Hamburger-Galerie der New York Times.
Die Hamburger in Spanien und Italien haben damit wenig gemeinsam. McDonalds scheint in Spanien kein Bein an die Erde zu kriegen. Regelmäßig werden neu eröffnenden Filialen so lange die Scheiben eingeschmissen, bis sie wieder zumachen. Auf Besucher können sie sowieso lange warten. Ein gutes Mittagessen gibt’s in Nordspanien für 5 Euro an jeder Straßenecke, inkl. Wein, Brot und Salat. Vorspeise wahlweise Linsensuppe oder Erbsensuppe (jeder weiß wie gut beides ist, wenn in Riesentöpfen für 100 Personen gekocht); danach wahlweise 2 – 3 Hauptgerichte, von denen mit Sicherheit eines die Hamburguesa mit Pommes Frites und Spiegelei ist - Freitags natürlich nicht, da gibt’s Fisch.
In jeder Metzgerei (und auch in einigen gut ausgerüsteten Haushalten) in Italien gibt es eine Hamburger-Presse. Man sucht sich ein gutes Stück Fleisch aus, lässt es mindestens zweimal durch den Wolf jagen und dann in Portionen a 100 g zu Hamburgern pressen.
Zubereitet werden sie am besten ohne Fett, das ist nicht nötig auf einer Piastra (Grillpfanne?) - ich weiß nicht, wie die Dinger in Deutschland heißen. Die Piastra ist eine flache Pfanne mit geriffeltem Boden, es ist also immer Luft unter dem Bratgut, das so auch bei großer Hitze nicht anhaftet – und die Hitze sollte ziemlich groß sein, bevor man die kleinen Skulpturen da drauf legt:
Eine Minute pro Seite, wenn oben das Blut austritt wenden, nach einer Minute auf der anderen Seite die Flamme ausmachen und zum sanften Nachgaren auf der Piastra liegen lassen.
Kartoffeln in Stäbchen schneiden und frittieren. Am besten in Erdnussöl, das einen sehr milden Geschmack hat und große Hitze verträgt. Das Erdnussöl in einer tiefen Pfanne auf die richtige Temperatur bringen (feststellen kann man die mit dem Stil eines Holzlöffels: Wenn sich um den ins Öl getauchten Stil Blasen bilden, wenn es richtig sprudelt, kann’s losgehen, aber nicht sparen, die Kartoffeln müssen vollständig bedeckt sein. Nach 10 Minuten mit einem flachen Sieb aus dem Öl holen und zum Abtropfen auf Papier legen, großzügig salzen und danach ein bisschen in dem Papier rumschütteln um das Salz zu verteilen. Ich nehm’ immer Packpapier, das saugt das Öl gut auf und reißt nicht beim Schütteln.
Dazu pro Hamburger ein Spiegelei, dessen korrekte Zubereitung hier allerdings den Rahmen sprengen würde und sicher ein eigenes Blogpost, wenn nicht eine eigene Kategorie, verdient.
Die Hamburger in Spanien und Italien haben damit wenig gemeinsam. McDonalds scheint in Spanien kein Bein an die Erde zu kriegen. Regelmäßig werden neu eröffnenden Filialen so lange die Scheiben eingeschmissen, bis sie wieder zumachen. Auf Besucher können sie sowieso lange warten. Ein gutes Mittagessen gibt’s in Nordspanien für 5 Euro an jeder Straßenecke, inkl. Wein, Brot und Salat. Vorspeise wahlweise Linsensuppe oder Erbsensuppe (jeder weiß wie gut beides ist, wenn in Riesentöpfen für 100 Personen gekocht); danach wahlweise 2 – 3 Hauptgerichte, von denen mit Sicherheit eines die Hamburguesa mit Pommes Frites und Spiegelei ist - Freitags natürlich nicht, da gibt’s Fisch.
In jeder Metzgerei (und auch in einigen gut ausgerüsteten Haushalten) in Italien gibt es eine Hamburger-Presse. Man sucht sich ein gutes Stück Fleisch aus, lässt es mindestens zweimal durch den Wolf jagen und dann in Portionen a 100 g zu Hamburgern pressen.
Zubereitet werden sie am besten ohne Fett, das ist nicht nötig auf einer Piastra (Grillpfanne?) - ich weiß nicht, wie die Dinger in Deutschland heißen. Die Piastra ist eine flache Pfanne mit geriffeltem Boden, es ist also immer Luft unter dem Bratgut, das so auch bei großer Hitze nicht anhaftet – und die Hitze sollte ziemlich groß sein, bevor man die kleinen Skulpturen da drauf legt:
Eine Minute pro Seite, wenn oben das Blut austritt wenden, nach einer Minute auf der anderen Seite die Flamme ausmachen und zum sanften Nachgaren auf der Piastra liegen lassen.
Kartoffeln in Stäbchen schneiden und frittieren. Am besten in Erdnussöl, das einen sehr milden Geschmack hat und große Hitze verträgt. Das Erdnussöl in einer tiefen Pfanne auf die richtige Temperatur bringen (feststellen kann man die mit dem Stil eines Holzlöffels: Wenn sich um den ins Öl getauchten Stil Blasen bilden, wenn es richtig sprudelt, kann’s losgehen, aber nicht sparen, die Kartoffeln müssen vollständig bedeckt sein. Nach 10 Minuten mit einem flachen Sieb aus dem Öl holen und zum Abtropfen auf Papier legen, großzügig salzen und danach ein bisschen in dem Papier rumschütteln um das Salz zu verteilen. Ich nehm’ immer Packpapier, das saugt das Öl gut auf und reißt nicht beim Schütteln.
Dazu pro Hamburger ein Spiegelei, dessen korrekte Zubereitung hier allerdings den Rahmen sprengen würde und sicher ein eigenes Blogpost, wenn nicht eine eigene Kategorie, verdient.


